AMD
Altersbedingte Makuladegeneration
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine fortschreitende, degenerative Erkrankung der Netzhaut, bei der es zu Veränderungen im Bereich der Makula („gelber Fleck“) kommt – dem Ort des schärfsten Sehens. Dadurch werden vor allem die zentrale Sehschärfe sowie das Farbsehen zunehmend beeinträchtigt.
Die AMD tritt überwiegend im höheren Lebensalter auf und ist in den Industrienationen eine der häufigsten Ursachen für schwere Sehbeeinträchtigungen ab dem 55. Lebensjahr. Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam und in verschiedenen Stadien. Durch moderne Diagnostik und gezielte Therapien kann das Fortschreiten heute häufig verlangsamt und das Sehvermögen möglichst lange erhalten werden.
Das wichtigste auf einen Blick
- Erkrankung der Makula („gelber Fleck“) in der Netzhaut
- Betrifft vor allem Menschen ab dem 55.–60. Lebensjahr
- Führt zu Einschränkungen des zentralen Sehens
- Unterscheidung in trockene und feuchte AMD
- Betrifft vor allem Menschen ab dem 55.–60. Lebensjahr
- Moderne Therapien können den Verlauf bremsen
Die Erkrankung verstehen

Was ist die Makula?
Die Makula ist ein kleiner, hochspezialisierter Bereich in der Mitte der Netzhaut. Sie ist für das scharfe, zentrale Sehen verantwortlich – also für das Lesen, Erkennen von Gesichtern, das Sehen feiner Details und das Wahrnehmen von Farben.
Ist die Makula gesund, können Bilder klar und scharf verarbeitet werden. Bei einer Schädigung kommt es zu Einschränkungen im zentralen Sehfeld.
Was ist eine altersbedingte Makuladegeneration?
Bei der AMD kommt es zu einem fortschreitenden Funktionsverlust der Makula. Ursache sind altersbedingte Veränderungen in der Pigmentschicht der Netzhaut, die wichtige Stoffwechselprozesse der Sehzellen steuert. Abbauprodukte können nicht mehr ausreichend abtransportiert werden und lagern sich als sogenannte Drusen unter der Netzhaut ab.
Diese Veränderungen können die Versorgung der Sehzellen beeinträchtigen und langfristig zu Sehverlust führen.
Formen der AMD
Trockene AMD
Die häufigste Form der Erkrankung. Dabei gehen Netzhautzellen langsam zugrunde. Der Sehverlust schreitet meist langsam voran.
Feuchte AMD
Hier bilden sich krankhafte Blutgefäße unter der Netzhaut, aus denen Flüssigkeit oder Blut austreten kann. Diese Form kann rasch zu deutlichen Sehverschlechterungen führen und erfordert eine zeitnahe Behandlung.
Typische Symptome
- Verzerrtes Sehen (gerade Linien erscheinen wellig)
- Vermindertes zentrales Sehvermögen
- Führt zu Einschränkungen des zentralen Sehens
- Erhöhter Lichtbedarf
- Verminderte Farbintensität
- Probleme beim Erkennen von Gesichtern
Risikofaktoren
- Höheres Lebensalter
- Rauchen
- UV-Strahlung
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Ungesunde Ernährung
Diagnostik in unserer Praxis
Zur Früherkennung und Verlaufskontrolle setzen wir moderne Untersuchungsverfahren ein - Makula-OCT (Optische Kohärenztomographie) - Hochauflösende Darstellung der Netzhautschichten, OCT-Angiographie (OCT-A) - Gefäßdarstellung ohne Farbstoff, Fluoreszenzangiographie - Darstellung von Gefäßveränderungen mit Kontrastmittel.
Diese Verfahren ermöglichen eine präzise Diagnose und Therapieplanung.
Behandlungsmöglichkeiten in unserer Praxis
Lumithera® bei trockener AMD
Bei der trockenen Form der AMD stehen derzeit keine Heilmethoden im klassischen Sinn zur Verfügung. Ziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verlangsamen und das Sehen so lange wie möglich zu erhalten.
In unserer Praxis bieten wir für ausgewählte Patientinnen und Patienten ein innovatives Verfahren namens Lumithera® Photobiomodulation an. Diese nicht-invasive Lichttherapie wird zunehmend anerkannt als unterstützende Maßnahme zur Unterstützung der Stoffwechselsituation in der Makula und kann bei geeigneten Fällen helfen, das Fortschreiten der trockenen AMD zu verlangsamen.
Was ist Lumithera®?
Lumithera® nutzt sanftes Licht mit spezifischen Wellenlängen, das auf das Auge gerichtet wird, um zelluläre Funktionen zu stimulieren und oxidativen Stress zu reduzieren. Die Therapie ist schmerzfrei und wird in mehreren Sitzungen durchgeführt.
Gern klären wir in einem persönlichen Gespräch, ob dieses Verfahren für Sie in Frage kommt und erklären Ihnen die Vorteile und Voraussetzungen.
IVOM-Therapie bei feuchter AMD
Bei der feuchten AMD kommt es zu krankhaften Gefäßneubildungen unter der Netzhaut, die Flüssigkeit oder Blut in die Makula auslaufen lassen können. Diese Form kann rasch zu deutlichen Sehverschlechterungen führen.
In den OP-Räumen unserer Praxis behandeln wir die feuchte AMD mit modernen intravitrealen Medikamentengaben (IVOM-Injektionen). Dabei wird das Medikament direkt in den Glaskörperraum des Auges eingebracht. Die Wirkstoffe hemmen das Wachstum der krankhaften Gefäße und helfen, Flüssigkeitsansammlungen zu reduzieren.
Ziele der IVOM-Therapie:
- Stabilisierung des Sehvermögens
- Reduktion von Flüssigkeit unter der Netzhaut
- Verzögerung des Krankheitsverlaufs
Die Therapie erfolgt nach engmaschiger Diagnostik und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.
Früherkennung & Prävention
- Rauchverzicht
- Gesunde, ausgewogene Ernährung
- Schutz der Augen vor UV-Strahlung
- Kontrolle von Blutdruck und Cholesterin
Häufige Fragen
Ist AMD heilbar?
Eine Heilung ist derzeit nicht möglich. Moderne Therapien können jedoch das Fortschreiten verlangsamen.
Wie oft sind Kontrollen notwendig?
Je nach Befund individuell – häufig vierteljährlich.
Muss bei jeder AMD gespritzt werden?
Nein. Injektionen sind vor allem bei der feuchten AMD erforderlich.
Termin vereinbaren
Gerne beraten wir Sie persönlich und klären, welche Diagnostik und Therapie für Sie sinnvoll ist.
Sprechzeiten
Montag–Freitag
8:30–12:30 & 13:30–17:00
Samstag & Sonntag
Geschlossen
Kontakt & Anfahrt
Lichtentalerstraße 13
76530 Baden-Baden
07221 / 9707046
07221 / 9706993 (Fax)
info@augenaerzte-baden-baden.de
"Augenspirale"

Weiterführende Links & Publikationen
Auszeichnungen Buchpublikationen Artikel in Fachzeitschriften TV & Video Beiträge Über den Tellerrand blicken